Krankheitsbild

In diesen Fällen sind wir für Sie da Ob groß oder klein, fest oder weich: Brüste sind so individuell wie die Frau, zu der sie gehören. Wenn eine Brust nicht dem klassischen oder eigenen Ideal entspricht, muss es sich nicht um eine Fehlbildung handeln. Dies ist der Fall, wenn Größe oder Form medizinisch nicht der Norm entsprechen, die Brust stark deformiert ist oder sich während der Pubertät nicht richtig ausgebildet hat. Diese Abweichungen der Brustform können krankheitsbedingt sein oder in Folge einer Verletzung auftreten. Ein Großteil der Fehlentwicklungen liegt in den Genen, wird aber erst in der Pubertät bemerkt, wenn sich die Brüste entwickeln. Brustfehlbildungen und Brustasymmetrien kommen in unterschiedlichen Formen vor – alleine oder in Kombination. Am Zentrum für Brustfehlbildungen haben wir uns auf die Behandlung folgender Fehlbildungen spezialisiert:

Das Mammakarzinom

Wenn Ihr Frauenarzt oder Sie selbst durch Abtasten der Brust einen Knoten entdeckt haben, wird dieser durch modernste Verfahren wie digitale Mammographie, hochauflösenden Ultraschall oder Kernspintomographie weiter abgeklärt. Danach wird eine Gewebeprobe durch ultraschallgesteuerte Stanzbiopsien oder durch Vakuumsaugbiopsie zur Unterscheidung, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist, durchgeführt.

Seit November 2006 gibt es für die Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, alle 2 Jahre eine Mammographie im Screeningprogramm durchführen zu lassen. Sie erhalten hierzu eine schriftliche Einladung und sollten das Angebot der Früherkennung nutzen.

Erfreulicherweise können heutzutage über 80% der bösartigen Tumore brusterhaltend operiert werden. Die exzellente Kooperation mit der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Caritas-Krankenhaus St. Josef bietet Patientinnen, bei denen eine Entfernung der Brust durchgeführt werden muss, alle verfügbaren Möglichkeiten des Brustaufbaus. Dies ist ein in Deutschland einzigartiges Modell der Kooperation.

Zur Beurteilung der Ausbreitung der Brusterkrankung wenden wir als schonendes Standardverfahren die sogenannte Sentinellymphknotenentfernung an. Nur wenn dieser Wächterlymphknoten Tumorzellen aufweist, müssen weitere Lymphknoten der Achselhöhle entfernt werden. So können postoperative Einschränkungen des Arms wesentlich reduziert werden.

Die Bestrahlung der Brust im Rahmen der brusterhaltenden Behandlung kann bei vielen Patientinnen durch eine intraoperative Bestrahlung des Tumorbettes (INTRABEAM) deutlich verkürzt werden. Dieses Verfahren wird im Brustzentrum am Caritas-Krankenhaus St. Josef seit 2007 angeboten.

Der medizinische Schwerpunkt der Universitätsfrauenklinik am Caritas-Krankenhaus St. Josef liegt in der operativen und medikamentösen Behandlung von Erkrankungen der weiblichen Brust. Die Behandlung mit Chemotherapie, Immuntherapie oder hormoneller Therapie erfolgt in der Tagesklink und stets entsprechend dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand. Die Behandlung von Brusterkrankungen jeder Art wird interdisziplinär von spezialisierten Ärzten der Frauenheilkunde, der Radiologie, der Pathologie, der Strahlentherapie und der plastischen Chirurgie durchgeführt. Diese setzen ihre Fachkenntnisse in wöchentlichen Tumorkonferenzen gemeinsam ein, um für jede Patientin die optimale und individuelle Therapie festzulegen. Dies erhöht zusätzlich die sehr guten Heilungschancen und die Sicherheit im Umgang mit dieser Erkrankung.